UNESCO Welterbe & Bernina Express
Von den Gletschern zu den Palmen
Von Anfang an war die Bahnstrecke über den Berninapass als touristische Attraktion gedacht. Bevor sich 1902 rund 2’500 Bauarbeiter an die Arbeit machten, hatten Ingenieure lange an einer weitgehend tunnellosen Strecke getüftelt, damit Reisende während der Fahrt die Naturschönheit Graubündens bestaunen konnten. Und nicht nur die: So erhielten die gemauerten Viadukte für eine elegantere Wirkung schlanke Pfeiler und schmale Bögen. Auch vom Dampflok-Qualm blieben Reisende verschont, weil die Strecke von Anfang an elektrifiziert war. In ihrer gesamten Länge wurde sie 1910 eröffnet – und noch heute surren die Züge wie vor über einem Jahrhundert leise an den Bergdörfern vorbei.
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UNESCO WELTERBE Rhätische Bahn RhB
Der Bernina Express überwindet neben stattlichen Steigungen auch 196 Brücken und 55 Tunnels. Darunter sind Konstruktionen, die längst nicht nur Modelleisenbahn-Fans fasziniert aus den Panoramafenstern schauen lassen. Zu den Highlights zählt ein 136 Meter langes Viadukt bei Filisur, das in der senkrecht abfallenden Felswand endet – der Bernina Express rollt im Tunnel weiter. Ebenso beeindruckend ist das kreisrunde Viadukt im Tal bei Brusio. Die rund 122 Kilometer lange Albula- und Berninastrecke zwischen Thusis und Tirano gilt mit ihrer Bautechnik und Linienführung als wahre Meisterleistung und steht deswegen seit 2008 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Egal ob Bahnfans, Naturbegeisterte oder Kulturinteressierte: Seit Jahrzehnten begeistert der Bernina Express Menschen aus aller Welt.

Berninalinie
Es geht durch wildromantische Täler, vorbei an Gletschern – und zu Palmen: Eine Fahrt mit dem Bernina Express oder dem Regionalzug der RhB ist eine unvergessliche Reise der Gegensätze.