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Bernina Glaciers

Audio Tour Diavolezza

Intro

Lieber Berninamassiv-Freund, Lieber Bergfreund, Lieber Sagenfreund, herzlich willkommen. Es freut uns sehr, dass wir gemeinsam in die fünf Stationen der Audio-Tour Diavolezza eintauchen und dabei so Einiges aus der Bergbahngeschichte, der Glaziologie, des Wintersports und über eine Berg Fee erfahren.

2. Bahn

Die Wartezeiten an der Talstation wurden länger und länger. Der Bergführer und Skilehrer Paul Nauer aus Pontresina leistete Pionierarbeit, denn er erbaute auf dem Firnfeld einen Skilift. So mussten die Wintersportler nicht immer bis ins Tal fahren um sich wieder anzustellen. 1960 dann, dank des Skiliftes, war Skifahren auch während des Sommers möglich. 40 Sommer, bis zum Jahr 1998, wurde auf der Diavolezza Sommerski gefahren. Seit 2007 wird der Schnee auf dem Firn übersommert. Eingepackt in Folie kann der Schnee konserviert werden und dadurch bei der maschinellen Beschneiung viel Energie eingespart werden.

4. Aussichtsplattform

Dank einer Aussichtsplattform mit Gitterkonstruktion wirkt die Berninagruppe zum Greifen nahe und wird für jedermann erlebbar. Um 1930 fand hoch oben auf der Diavolezza ein halsbrecherisches Gletscherrennen statt. Insgesamt 34 mal wurde ein solches Rennen durchgeführt  und das bei jedem Wetter oder stürmischen Wind. Mehr als 300 Teilnehmer und ein hoher Zuschaueraufmarsch nahmen den Anstieg unter die Bretter, denn die Bergbahn existierte zu dieser Zeit noch nicht. Als Preis winkten Anstecker mit Teufelsgesicht in Gold, Silber oder Bronze. 
Im 19. Jahrhundert gewann das Bergsteigen an Attraktivität. Um die Besteigung angenehmer zu machen, wurden Berg- und Schutzhütten gebaut. 1893 wurde von Christian Grass aus Pontresina die damalige Diavolezza Hütte erstmals zum Berghaus mit Übernachtungsmöglichkeiten umgebaut.

1. Talstation

Bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bestand ein Bahn-Projekt zur Erschliessung des bekannten Bergs Diavolezza. Im Laufe der Zeit gewann der Berg mehr und mehr an Prominenz. Nach einer Marathonbewilligung von ganzen sechs Jahren konnte die Pendelbahn mit Platz für 50 Personen den Betrieb aufnehmen. Der Gästeandrang war so enorm, dass schon drei Jahre später eine neue und grössere Kabine eingesetzt wurde. Jeder wollte auf die Piste gelangen um eine Gletscherabfahrt zu geniessen, dafür nahmen die Gäste sogar Wartezeiten von zwei Stunden in Kauf.

3. Bergstation

Oben angekommen an der Bergstation, 3000 m.ü.M. zieht uns nicht nur das Berninamassiv in seinen Bann. Für Bergsteiger und Kletterer ist dieses Gebiet während der Sommermonate ein wahrer Festsaal der Alpen. Allen voran der dreigipflige Piz Palü und der berühmte Biancograt am Piz Bernina. Es ist zwar historisch nicht ganz gesichert, wer als Erster den Piz Palü bestiegen hat, es war im Jahr 1835. Der Ostgipfel hingegen wurde im Jahr 1866 erklommen, finanziert durch einen Engländer. Doch neben der Magie des ewigen Eises verstecken sich auch Gefahren, denn die Gletscherspalten sind auch im Sommer schneebedeckt. So kam es teilweise zu dramatischen Unglücken bei denen der Gletscher die Toten erst viele Jahre später frei gab. Bis heute hat das Berninamassiv nichts von seiner Attraktivität eingebüsst und bietet für aktive Naturliebhaber eine Vielzahl an Möglichkeiten mit den verschiedensten Schwierigkeitsgraden.

5. Diavolezza

Mythen und Sagen gehören in die Bergwelt. So natürlich auch eine zur Diavolezza, welche von der schönen Teufelin handelt und die wie Ihnen nicht vorenthalten wollen. Hoch oben auf der Diavolezza hauste vor langer Zeit eine Berg Fee. Nur selten wurde sie von Bergsteigern oder Wanderern erblickt, wenn sie von einer Gämsherde bewacht über die Felsen in ihr Felsenschloss glitt. Ein Mann nach dem anderen verschwand. Erst als der Gletscher bis ins Tal hinunter vorrückte, verliess die Berg Fee die Gegend und wurde nie wieder gesehen.

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